Vorbereitung - 3-fach-Beckenosteotomie

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Rund um die OP
Vorbereitung



Die meisten Dinge die vorbereitet werden müssen, sind schon unter den vorherigen Menuepunkten Eigenblutspende, Pflegehilfe und Haushaltshilfe beschrieben. In den ein bis zwei Wochen vor der Op kommt noch einiges dazu, damit die erste Zeit nach der Op besser zu überstehen ist.

Da ist mein erster Tip, nochmal so viel wie möglich vorher zu Unternehmen, vielleicht sogar soviel, dass man die Ruhe der ersten Zeit sogar erstmal genießen kann.Dann stehen natürlich Großeinkäufe ins Haus, damit die erste Zeit wirklich erstmal nur die frischen Lebensmittel gekauft werden müssen. Haushaltshilfen besitzen halt auch nicht immer Autos und damit wird der Einkauf dann schon schwieriger!

Mein Wohnzimmer habe ich dann vor dem Krankenhaus schonmal in eine Schaltzentrale umgebaut. Platz für mein Pflegebett geschaffen, dass ich dann sogar schon 3 Tage bevor ich ins Krankenhaus kam geliefert bekommen habe. Dies war ein Glück möglich, da ich allein erziehende Mutter bin und keiner da gewesen wäre, um das Bett in Empfang zu nehmen. So konnte ich es auch schon mal mit meiner Bettwäsche ausstatten und alles so plazieren das ich nachher auch an alles drankam was wichtig ist. Für die Plazierung des Bettes ist es vielleicht noch gut zu wissen, dass man immer auf der operierten Seite aus dem Bett "krabbelt".

Außerdem ist es nicht schlecht wenn man gerade am Anfang von beiden Seiten ans Bett kommt, da der Pflegedienst es dann wesentlich einfacher hat. Ebenso ist es für den/die Krankengymnasten/in besser, wenn denn eine/r nach Hause kommt. Meinen Computer habe ich dann so neben dem Bett plaziert, dass ich alles im Liegen bedienen konnte, das war wirklich mehr als hilfreich. Vorallem kann einen der Computer ja auch vielfältig beschäftigen. Für die Tastatur hab ich übrigens einfach ein Bett-Tablett genommen. Bei mir hat sich dann auch noch gelohnt, dass ich auf DSL-Flatrate umgestellt habe (Sorry, für diesen Hinweis, meine erste Op war 2002, da war DSL und Internet-Flat noch nicht so selbstverständlich wie heute LOL).

Das Telefon am Bett darf natürlich nicht fehlen. Die ersten Tage zu Hause habe ich mich übrigens mit meinem Handy um den Hals wesentlich wohler gefühlt, so dass ich wenn ich gestürtzt wäre, ich den Pflegedienst und auch die Notrufnummer des Pflegedienstes jederzeit erreicht hätte. Anfangs hat man da einfach Angst vor zu fallen, wenn keiner da ist. Ein Glück habe ich es nie gebraucht!

Der Fernseher muss auch vom Bett zu sehen sein, leider war bei mir eine Fernbedienung kaputt, glücklicher Weise nur die zum an und ausschalten, so dass ich die Programme zumindest vom Bett aus bedienen konnte.

Ansonsten kommen auch noch so Organisatorisches dazu als wenn man in den Urlaub fahren würde. Dies gilt besonders für alle alleinlebenden. Wer gießt die Blumen, wer hat eine Postvollmacht, damit auch nichts wieder zurückgehen muss. Man sollte sich auch überlegen, wen man im Krankenhaus als nächsten Ansprechpartner angibt! Dann sollte der Vorrat aufgefüllt werden mit guten Büchern, Hörbüchern, ein paar Videos, Musik in greifbarer Nähe, der Gameboy.... alles was einem halt die Zeit vertreibt, weil davon hat man ja dann doch mehr als genug.

Bei allem praktisch ist auch ein Rolltisch mit verstellbarer Höhe und Winkelverstellbarer Tischplatte, ich hatte erst bei der 2. Op einen und das war schon ganz Praktisch. Ich weiß allerdings auch von einigen, die sich einfach ein Pflegebett-Nachttisch mit verordnen ließen. Da hatte ich aber keinen Platz mehr für.

Ach ja ein letztes fällt mir noch ein. Meine Vasen standen alle ziemlich hoch in meiner Abstellkammer weil ich die sonst nicht so viel brauche, die ersten Wochen wären die auf erreichbarer Höhe sinnvoller gewesen :-)!

Stand 26.08.2018
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