Ich über mich - 3-fach-Beckenosteotomie

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Ich über mich


Meine Eltern sind früher sehr oft umgezogen und so hat es mich von meinem Geburtsort Braunschweig zu erst in den kölner Raum verschlagen.
Die Umzugsfreude hat mich dann auch gepackt und so hab ich schon oft meine Umzugskartons gepackt und schon in realtiv vielen Kleinstädten und Gemeinden immer im Umkreis von Köln gewohnt.

Meine Arbeit hat mich dann in den Kreis Aachen verpflanzt und bald schon bin ich in die Stadt Aachen gezogen und leben hier jetzt schon einige Jahre.

Meine Hüftdysplasie-Geschichte ist noch gar nicht so alt. Ich habe lange Zeit gar nichts von meiner Hüftdysplasie gewusst. Erst mit Ende 20 bekam ich immer öfter immer heftigere Schmerzen im Leistenbereich. Vorher hatte mir immer mal mein Hüftegelenk mit einem "Kältegefühl" Stress gemacht. Das war kein direkter Schmerz, aber ein unangenehmes Gefühl von fast dann schmerzhafter Kälte. Mit einem warmen Gerstensack war das dann meist schnell wieder besser.

Erst 1999 nach einer Mutter-Kind-Kur habe ich mal wieder wegen der Hüften einen Orthopäden aufgesucht, weil auch die Ärzte in der Kur meinten, das kann nicht nur vom Rücken kommen. Darauf hatten meine verschiedenen Orthopäden das immer geschoben, wenn ich meine Hüfte ansprach.
Der Orthopäde hat dann einen Leistenbruch diagnostiziert, der dann im Herbst 1999 auch operiert worden ist. In den 3 Monten Entlasstungsphase (kein Sport, nicht schwer heben) hatte ich dann auch keine Schwierigkeiten mehr. Als ich dann wieder angefangen habe Sport zu treiben, kamen auch die Schmerzen wieder.
Seit 1991 hatte ich mit meinem Pony, dass ich da gekauft habe angefangen Voltigiergruppen (Turnen auf dem Pferd, bzw. Pony) durchzuführen und mit meiner Ponystute und einer Trakenerstute aus dem Stall wo mein Pony stand, 2 Voltigiergruppen. Durch meine sozialpädagogische Ausbildung habe ich dann 1999 kurz vor der Leistenbruch-Op meine Zusatzausbildung zum heilpädagogischen Voltigieren abgeschlossen.

Durch das Widerauftauchen der Schmerzen hab ich dann Anfang 2000 den Orthopäden gewechselt, der dann endlich mal auf die Idee gekommen ist, die Hüfte zu röntgen. Ich werde seinen ersten Satz nach dem ersten Blick auf das Bild wohl mein Leben lang nicht vergessen. "Das ist ja kein Wunder das Ihnen das weh tut". Diagnose: HD rechts größer wie links. Da ich ja noch nicht wusste, was dadurch alles auf mich zukommt, war ich einfach nur erleichtert endlich zu wissen, da ist wirklich etwas. Der Orthopäde vorher hatte schon 2 Mal ein Skelettsintegramm bei mir machen lassen, mit dem Verdacht auf Rheuma (kommt mehrfach in meiner Familie vor) und immer war alles in Ordnung, einerseits ein Glück, aber ich kam mir ein bisschen wie eine Simulantin vor und hörte mir von meinem vorherigen Orthopäden immer nur an, dass ich die falschen Schuhe trage. Damals war ich noch eingefleischter Birkenstock-Fan. Das waren die Schuhe wo ich die wenigsten Probleme mit hatte.

Der diagnostizierende Orthopäde schlug mir dann die Oberschenkelhalsumstellungs-OP (DVO) als Lösung vor. ich war von seiner Erklärung, was da gemacht werden soll, ziemlich geschockt. Ich hab mich dann in der Ambulanz der Kölner Orthopädischen Klinik - Dreifaltigkeitskrankenhaus - in der Ambulanz angemeldet.
Nach dem dort erstmal weitere Röntgenbilder gemacht wurden, ich glaube Fauxprofil nannten die das, musste ich wieder warten. Bei Nachfragen warum ich nicht dran kam, wurde mir dann "der Chef soll auf die Bilder gucken" gesagt. Ab da hatte ich die schlimmsten Vorstellungen und das Warten nahm scheinbar kein Ende. Wenn ich zu dem Zeitpunkt gewusst hätte, auf wieviel Warten ich mich noch gefasst machen musste, wäre ich wahrscheinlich einfach wieder nach Hause gefahren!

Der Assistenzarzt und der Chefarzt erklärten mir dann, dass sie sich einig darüber wären, dass die Oberschenkelhalsumstellung nicht ausreichen würde, die Überdachung nach vorne sei dafür einfach zu gering. Sie wären sich aber auch einig in der Unsicherheit, ob jetzt die 3-fach oder die 2-fach-Beckenosteotomie angebracht wäre. Ja und dann hatte ich eine Überweisung in die Ambulanz der Städtischen Klinken Dortmund in der Hand.
Nach dem mir die Ärzte dort noch ein Mal genauer erklärt haben was die mit mir vor hatten, habe ich meine Schmerzen als erstmal nicht so schlimm abgetan. Auf die Warteliste habe ich mich dennoch setzen lassen, da die Ärzte meinten ich käme von alleine wieder und die Wartezeit wäre 3-4 Jahre. Wenn ich aber von alleine wiederkäme würde ich sicherlich nicht so lange warten wollen und den Termin könnte ich ansonsten ja auch wieder absagen.

Das war im Sommer 2000. Im Sommer 2001 war ich wieder in der Ambulanz der Dortmunder Klinik. Inzwischen hatte ich wieder mal den Orthopäden gewechselt, da mir der Orthopäde von einer 3-fachen total abgeraten hat und mir die Erklärung, warum wenn überhaupt dann die 3-fache sehr logisch erschien. Ich wollte dann aber nicht bei einem Arzt sein, der die Operation nicht befürwortet.
Die Meinung der Orthopäden ging sehr auseinander, manche rieten mir direkt ab, andere sagten ohne geht es gar nicht, aber die meisten waren doch immer so fifty-fifty eingestellt. Eine Orthopädin sagte mir mal, sie wollte das für sich selber nicht entscheiden müssen.
Mir war auf jeden Fall nach nur einem Jahr klar, so geht es nicht weiter. ich hatte bei allen möglichen Gelgenheiten teilweise sehr heftige Schmerzen in der rechten Hüfte. Schmerzfreie Laufstrecken wurden immer kürzer, Tanzen ging fast nur noch unter Schmerzmitteln. Selbst Autofahren ging nicht mehr lange. Meine 2. Voltigiergruppe hatte ich schon aufgegeben, weil ich das Longieren 1 Stunde nicht mehr gut aushielt und das zumindest auf ein Mal die Woche reduzieren wollte.
Auf jeden Fall saß ich wieder in der Ambulanz in Dortmund. Als ich auf dem Weg nach Hause war, stand ich auf der Dringlichkeitsliste für einen möglichst schnellen Operationstermin. Man hatte mir erklärt, dass ich dennoch mindestens 1 eventuell 2 Jahre würde warten müssen.

Im Oktober 2001 kam dann völlig überraschend der Anruf, damals noch von Schwester Irmgard. Sie bot mir einen Op Termin Anfang November an. Da ich aber gerade erst mit meinem Sohn umgezogen und er auf der neuen Schule war und wir im Ort so gut wie niemanden kannten, habe ich den Termin dann nicht genommen.
Ab Februar 2002 habe ich fast monatlich in Dortmund angerufen und wegen eines Termines gefragt und dann für den 15. Juli 2002 einen bekommen.




Stand 26.08.2018
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